, Hügli Dominik

Kaltblütigkeit in der Garderobe vergessen

Am letzten Samstagnachmittag reiste das Herren Team vom UHC Lions Meilen Uetikon nach Winterthur, wo man im zweiten Meisterschaftsspiel auf die Kadetten aus Schaffhausen traf.

Die Begegnungen in den letzten Jahren gegen die Kadetten versprachen einen engen Kampf.
Kaltblütig solle man sein, so das Credo vor dem Spiel, denn viele Chancen werden die orange-gekleideten aus dem Norden der Schweiz nicht zulassen. Das Spiel startete mit deutlich mehr Ballbesitz für die Kadetten, wobei Meilen Uetikon in der Defensive sehr diszipliniert arbeiteten. Nach gut zehn Minuten fanden die Schaffhauser dann doch eine Lücke im Abwehrbollwerk von Meilen, worauf die Führung Tatsache war. Die Lions liessen sich aber nicht beirren und konnten noch vor der Pause durch die Tore von I. Hofer und D. Kyburz in Führung gehen. Aus den angesprochenen wenig Möglichkeiten kreierten die Löwen zwei Treffer, war das nun die angesprochene Kaltblütigkeit?

Auch im zweiten Drittel waren die Löwen vermehrt mit Defensivarbeit beschäftigt. Schaffhausen mit viel mehr Ballbesitz, aber kaum mit gefährlichen Abschlüssen. Ein aggressives Verteidigen bescherte den Schaffhausern eine Zwei-Minuten Strafe, wobei die Löwen endlich zu etwas mehr Ballbesitz kamen. Nun taten sie es aber den Kadetten gleich, denn die gefährlichen Abschlüsse blieben aus.  Danach vertändelte Meilen Uetikon in der Offensive zwei Mal unnötig den Ball, worauf Schaffhausen mit zwei sauber ausgeführten Kontern die Führung zurück eroberte.

Nochmals kaltblütig sein und voll angreifen, so die Taktik für die letzten zwanzig Minuten. Doch irgendwie waren es die Schaffhauser, die sich das vorgenommen haben und die Löwen wurden nun gnadenlos überfahren. In der Defensive wurde man zum Emmentaler Käse und in der Offensive brachte man bis auf die Resultatkosmetik von F. Liechti nichts Zählbares mehr zusammen. So präsentierte sich das Schlussresultat mit 3:8 leider viel zu deutlich. In zwei Wochen geht es weiter mit dem Spiel gegen den HC Rychenberg Winterthur.


Foto: Cheryl Ilitsch