, Härter Willy

Cup-Aus fürs H1 gegen Embrach

Im Duell gegen den Gruppenrivalen aus Embrach waren die Lions in der zweiten Cuprunde wohl soweit von einem Sieg entfernt wie die Republik Kongo von ihrer ersten Mondlandemission.

Im Abschlusstraining vor der nächsten Cuprunde erzielten leider nur noch wenige H1-Spieler ein positives Testresultat, womit man mit nur zwei Blöcken gegen Embrach antreten musste. Glücklicherweise können bis zum Meisterschaftsbeginn wieder mehr Spieler im Training "testen", so dass man auch sicher wieder auf genügend positive Testresultate kommt.

"Positivitätsrate!", schnaubte Corsin Caviezel um Atem ringend. Sein Gesprächspartner, eigentlich eine wunderbare Männerfreundschaft, Willy Härter, brachte den Exilbündner immer mehr auf die Palme. Wild gestikulierend verteidigte er die Fakten um den Ruf als "Covidioten" loszuwerden. Unzuverlässige Tests und präparierte Todesursachen würden das Gesamtbild verfälschen. Willy Härter hingegen liess sich ruhig von Caviezels Worthülsen berieseln während er auf seinem Cordon Bleu herumkaute und sich zwischendurch immer wiedermal einen Schluck Weizen gönnte. Im Lufinger Hirschen hatte man zwar nicht so eine malerische Aussicht auf den Zürisee wie in Meilen, doch das Essen verdiente das Prädikat köstlich.

Alles andere als köstlich war die bittere Medizin, die die Lions in der Cuppartie in Embrach schlucken mussten. Gelbschwarz startete, aufgrund der bereits erwähnten Testproblematik, nur mit zwei Blöcken um genügend Feuerkraft aufs Parkett bringen zu können. Leider ging dieser Plan weder in der Defensive noch in der Offensive auf. Auch wenn der Teamälteste das frühe Führungstor Embrachs prompt mit dem Ausgleich beantworten konnte, änderte sich anschliessend nur noch eine der beiden Zahlen auf der Anzeigetafel, und zwar die auf Seiten des Heimteams. Während nun Willy Härter der Kragen, oder viel eher das Band seiner Maske, platzte und die Halle verliess, bewegte sich auch Corsin Caviezels Stimmung immer mehr dem Tiefpunkt zu.

Doch auch der erste Pausentee vermochte die unkonzentriert wirkenden Löwen nicht zu wecken. Es kam gar noch schlimmer, denn Embrach schien offenbar erst recht Blut geleckt zu haben. Anders konnte man sich die ersten Minuten im Mitteldrittel nicht erklären. Härter, der erst kürzlich wieder in die Halle zurückkehrt war, schmiss seine Maske nun endgültig weg und brauste gemäss Caviezel endgültig Richtung Goldküste davon. Den Rest wollte er sich nicht mehr antun. Die Lions hingegen mussten oder durften noch dreissig Minuten lang mit drei Linien angreifen, nachdem Coach Rickenbach mittels Timeout die Blöcke umgestellt hatte. Während der Zähler auf Embrachseite mittlerweile zweistellig war, schien nun endlich ein Ruck durch die in Gelb spielenden Löwen zu gehen. Man spielte besser nach vorne, vermochte endlich den Ball etwas mehr zu kontrollieren und verteidigte mit mehr Cleverness.

Trotzdem schien dies leider nichts mehr zu nützen. Denn Embrach entschied auch den letzten Spielabschnitt mit 4:1 für sich und feierte damit den mehr als verdienten Einzug in die dritte Cuprunde. Embrach, gegen welches die Lions innert Wochenfrist gleich nochmals antreten darf, war an diesem Tag einfach zwei Nummern zu gross. Es bleibt zu hoffen, dass die Symptome dieser Partie nicht ansteckend auf die Meisterschaft wirken, sondern bis zur nächsten Partie in Zumikon erfolgreich quarantäntisiert werden können. Denn eine weitere 4:15-Niederlage gilt es um jeden Preis abzuwenden. Der verletzte Spieler Nicolas Neubauer fand nach Spielende die richtigen Worte, um das Team wieder auf die richtige Spur zu bringen. Wenn die Mannschaft sich wieder auf ihre Stärken besinnt, liegt gegen Embrach deutlich mehr drin. Wie das aussehen könnte, sieht man hoffentlich am 20. September im Farlifang.