Lehrgeld zum Saisonstart
Die Mannschaft konnte über den Sommer grösstenteils zusammengehalten werden und konnte mit den Zugängen von Verteidiger Matthias Schraemli (von Medrisiotto 3. Liga), Stürmer Jan Koldusek (von HCRII 3. Liga), Rückkehrer Lucien Steiner (von Vipers Innerschwyz 1. Liga) sowie diversen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs verstärkt werden. Der grösste Wechsel fand an der Bande statt. Andi Baumann und Döme Hügli traten gemeinsam zurück und wurden durch die Spielertrainer Nici Neubauer und Tobi Rüegg ersetzt. Diese haben nun in den Trainings sowie in den Spielen die Qual der Wahl. Inklusive U21 Förderspieler stehen drei Torhüter sowie rund 30 Spieler zur Verfügung. Aufgrund der Vielzahl an Spielern konnte über den Sommer fast durchgehend mit 20 Spielern und zwei Torhütern mit hoher Intensität trainiert werden. Ebenfalls wurden insgesamt vier Testspiele gegen starke Gegner durchgeführt. Als Highlight bleibt das Spiel gegen den letztjährigen Absteiger aus der ersten deutschen Bundesliga den Red Hocks Kaufering in Erinnerung. Mit einem sehr jungen Team hielten die Löwen wacker mit und mussten sich schlussendlich mit 7:4 geschlagen geben. An dieser Stelle nochmal ein grosses Dankeschön nach Kaufering für die Anfrage und die Organisation des Spiels.
Zum Start um 10:00 in Kloten wartete mit Innebandy Zürich 11 der letztjährige 5. Platzierte auf die Lions. Wer auf eine klare Sache hoffte war falsch beraten, bekundeten doch die Lions letztes Jahr grösste Mühe gegen das intensive, ruppige Spiel der Zürcher.
Der Start in das Spiel verlief für die Lions holprig. Das Spiel war geprägt von vielen Stock- und Konzentrationsfehlern, welche immer wieder zu gefährlichen Angriffen des Gegners führten. Die Zürcher hingegen standen kompakt und spielten wie erwartet hart an der Grenze des Erlaubten. Die Schiedsrichter beliessen es aber im 1. Drittel noch bei Verwarnungen. Nach rund 12 Minuten klingelte es ein erstes Mal im Kasten von Luca Scheu. Nach einem Eck-Freistoss stand die Hintermannschaft der Lions nicht kompakt genug und der Gegner konnte aus dem Slot das erste Tor der Saison erzielen. In ähnlichen Trott ging es weiter. Meilen agierte nervös und nicht mit der letzten Konsequenz währenddessen die Zürcher kämpferisch um einiges besser waren. Somit ging es mit einem 0:1 Rückstand in die Kabinen.
Zu Beginn des zweiten Drittel konnten die Lions nach einem Foul an Timon Krebs erstmals mit einem Mann mehr agieren. Doch auch in Unterzahl zeigten sich die Zürcher kampfstark und kompakt, so dass es kaum einmal gefährlich vor Torhüter Meier wurde. Meilen Uetikon fand weiterhin nur langsam ins Spiel und zur Spielhälfte kam es sogar noch dicker. Nach einem harmlosen Ball vor das Tor zappelte dieser auf einmal im Netz. Nicolai Kubli hatte den Ball entscheidend abgelenkt. Nun waren die Löwen gefordert und fanden auch nach und nach besser ins Spiel. Nur rund drei Minuten später tankte sich Timon Krebs an der Bande durch und bediente den mitgelaufenen Huder der nur noch zum ersten Treffer für die Lions einschieben musste. Auf einmal war das Spiel wieder offen, doch weiterhin agierte Meilen Uetikon nicht mit der letzten Konsequenz. Und so kam es wie es kommen musste. Ein Freistoss aus gefährlicher Position fand den Weg durch die schwach ausrückende Mauer zum 1:3 ins Tor. Spätestens jetzt war die Offensive der Lions gefordert und so kam eine Strafe gegen Innebandy kurz vor Drittelsende gut gelegen. Der Ball zirkulierte in der zweiten Powerplay Linie um einiges besser als im vorherigen Überzahlspiel und auf einmal brannte es lichterloh vor Meiers Kasten. Ein Schuss von Neubauer kullerte vor dem verschobenen Zürcher Tor und war vermeintlich sogar über der Linie. Letztendlich entschieden die Schiedsrichter aber auf kein Tor womit auch diese Überzahl ungenutzt blieb. Vielleicht müsste Swissunihockey über die Einführung des VAR auch in der 3. Liga diskutieren, wobei auch nach mehrmaligem Videostudium der Redaktion nicht genau aufgeklärt werden kann ob der Ball über der Linie war oder nicht. Dementsprechend kamen die Zürcher noch einmal mit einem blauen Auge davon und es ging mit einem 1:3 in die zweite Pause.
Die Marschrichtung für Meilen Uetikon war nun klar. Mit zwei Linien sollte das Ruder noch einmal herumgerissen werden um die drei Punkte nach Hause zu bringen. Die Löwen wurden nun offensiv einiges stärker und Innebandy musste sich fast ausschliesslich mit Verteidigungsarbeit beschäftigen. Trotz einer weiteren ungenutzten Powerplaysituation für die Löwen und mehreren hochkarätigen Chancen fand der Ball einfach nicht den Weg ins Tor. Langsam lief die Zeit davon und es dauerte bis in die 55. Minute als Looser mittlerweile im vierten Powerplay auf Pass von Huder den Anschlusstreffer erzielen konnte. Nun zündeten die Lions das Schlussfeuerwerk und feuerten aus allen Lagen. Doch jedes Mal war entweder ein Zürcher Körperteil, der stark aufspielende Meier oder der Pfosten im Weg um noch den Ausgleich erzielen zu können. Erschwerend kam hinzu das 2:30 Minuten vor Schluss Timon Krebs nach einem Beinstellen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt die erste Strafe für die Lions fasste. Teilweise ohne Torhüter drückten die Löwen trotzdem noch auf den Ausgleich aber es wollte nicht mehr gelingen und die erste Niederlage der Saison war Tatsache.
Die Mannschaft der Lions musste anerkennen, dass nur 20 Minuten gutes Unihockey nicht reichen, um in dieser Liga Spiele zu gewinnen. Innebandy war an diesem Sonntag kampfstärker und physisch präsenter und erkämpfte sich in der Endabrechnung verdient die drei Punkte. Verbesserungswürdig auf Seite der Lions ist bestimmt das Powerplay und der allgemeine Wille den Kampf anzunehmen um sich den Sieg zu erkämpfen.
Die nächste Chance bietet sich den Löwen am Samstag 4. Oktober um 12:15 in der Sporthalle Oberseen in Winterthur wo das Derby gegen Pfannenstiel-Egg II ansteht. Mit Pfanni haben die Löwen noch eine Rechnung offen, verlor man doch letzte Saison in der Verlängerung das letzte Spiel der regulären Saison und den Kampf um den Gruppensieg. Die Mannschaft ist aber guten Mutes das man im nächsten Spiel andere Löwen auf dem Feld sehen wird und so die ersten drei Punkte der Saison eingefahren werden können.
Für die Lions im Einsatz:
Scheu, Londero, A. Kyburz, D. Kyburz, Wild, I. Hofer, Looser, Steiner, Schraemli, Staub, Nüesch, Küchli, Krebs, Huder, N. Kubli, J. Zogg, Menzi, E. Kubli, Pfenninger, R. Greenwood, Koldusek, Neubauer, Rüegg