, Willy Härter

H1 noch immer "flattening the curve" was die erzielten Tore angeht

Auch in der zweiten Runde der Meisterschaft wurde das H1 regelrecht verfolgt: Vom Murmeltier, Embrach, etwas Pech und einem seltsamen Berner, der vielleicht zum Gamechanger avancieren könnte?

Die Cordon Bleus im Lufinger Hirschen bildeten leider auch an jenem Sonntag der zweiten Meisterschaftsrunde den Höhepunkt für die beiden Herren Härter und Caviezel. Aber Moment mal, sass da nicht noch ein dritter Herr am Tisch zusammen mit dem Männedörfler und dem gebürtigen Bündner? Eine kleine Jassrunde vielleicht? Wie dem auch sei, während die kantonalen Contact Tracer bereits ab der steigenden positiven Testzahlen das Handtuch geworfen haben, tracen die beiden Unihockeydetektive weiterhin nach der Wurzel des Übels warum die Lions seit kurzem die Tabelle von unten anführen. Eigentlich hätte es ja genau andersrum sein sollen. Doch die Anzeichen verdichten sich immer mehr, dass es diese Saison in eine andere Richtung laufen könnte.

Deshalb wäre es nun an der Zeit für einen Gamechanger. Doch lasst uns zuerst nochmals das zweite Saisonspiel gegen die Kadetten aus Schaffhausen revue passieren. Wenn die Gelbschwarzen in der letzten Zeit auf dem Platz standen, fiel auch immer wieder der Name Embrach. Entweder spielte man gegen die Mannen aus dem schmucken Dörflein im idyllischen Bezirk Bülach oder durfte gleich dort spielen. Und weil das schön war, sogar einmal beides zusammen. Und da die Lions offenbar gerne Wiederholungen lieben, inszenierte man die Partie im ähnlichen Stil wie schon im Januar in Egg.

Die Protagonisten in Orange mit dem lustigen Dialekt feuerten aus allen Lagen Richtung Lions-Gehäuse, trafen aber nur selten das Tor. Glücklicherweise liessen sie auch hochkarätige Chancen aus und somit konnte Kyburz den ersten Treffer der Partie erzielen. Die Lions jedoch wirkten gehemmt im Spiel nach vorne. Kaum zählbares konnte man vorweisen. Vielleicht hätte man lieber den Ball hoch in den gegnerischen Slot spielen sollen und dann dort irgendwie ausgraben und schiessen. Vielleicht. Nach vierzig Minuten stand es 1:0 für die Lions und das letzte Drittel musste die Entscheidung bringen. Im Januar war es übrigens genau umgekehrt was das Resultat betraf, das Spiel an sich jedoch ziemlich ähnlich. Dieses Mal traf Schaffhausen innert kurzer Zeit zweimal und drehte die Partie. Meilen bemüht den Ausgleich zu schaffen, doch man scheiterte reihenweise. Besonders in den letzten Minuten wurden hochkarätige, ja hundertprozentige Chancen vergeben.

So musste man schliesslich mit einem etwas enttäuschenden 1:2 vom Platz und behält damit die rote Laterne. Immerhin kann jedoch festgestellt werden, dass der Unterschied dieses Mal nur minim war, ja sogar eigentlich ein Sieg drinn gelegen hätte. Wenn man es nun schafft die offensive Impotenz abzulegen, muss sich Keeper Luca Scheu auch nicht mehr darüber ärgern zwei Gegentore erhalten zu haben. Deshalb ein gut gemeinter Aufruf an alle Protagonisten in Gelbschwarz: Schiesst doch bitte wieder ein paar Tore mehr, dann bleibt das Punktekonto auch nicht mehr leer!

Dieser Reim wurde übrigens gesponsert vom mysteriösen Berner, der das Duo Caviezel/Härter in Zukunft verstärken soll. Nennen wir ihn einfach mal den "Gamechanger". Nomen est (ja bekanntlich) omen. Doch mehr über ihn in einem der nächsten Spielberichte.